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Neinsager setzen auf Falschangaben und Panikmache

Sie kam spät. Nun aber ist sie da: eine Inserate-Kampagne von Gegnern die offensichtlich sehr schnell sehr viel Geld ausgeben können. Gesetzt wird auf populistische Panikmache, Falschangaben und massive Übertreibung.

Ein Bösewicht zertrümmert mit Hammer und Sichel(!) ein liebliches Häuschen im Grünen, davor eine Frau in traditioneller Kleidung. Dies die gezeichnete Botschaft auf einem ganzseitigen Farb-Inserat, das am 23. Februar in vielen Schweizer Tageszeitungen erschienen ist. Eine Neinsager-Botschaft, simpel und plump.

Besonders bizarr: Die Behauptung, die Zersiedelung würde sich infolge der Zweitwohnungsinitiative «auf das gesamte Gemeindeterritorium ausweiten». Zum einen gibt es in der Schweiz bekanntermassen Bauzonen, ausserhalb derer nicht gebaut werden darf. Zum anderen dämmt die Initiative mit ihrer 20-Prozent-Klausel die Zersiedelung wirksam ein.

Sechs «Nein» listet die Neinsager-Kampagne auf, allesamt mit unwahren Behauptungen. Wir setzen ihnen sechs Ja entgegen.

Ja, bei Annahme der Zweitwohnungsinitiative bleibt der Traum vom eigenen Ferienhäuschen oder der eigenen Ferienwohnung weiterhin möglich. Kauf und Verkauf bleiben erlaubt. Zudem dürfen alle Gemeinden, die weniger als 20 Prozent Zweitwohnungen haben, weiterhin Zweitwohnungen bauen. Ebenso sind vermietete Ferienwohnungen weiterhin erlaubt, die Initiative schränkt deren Bau nicht ein.

Ja, die Zweitwohnungsinitiative bedeutet mittel- und langfristig eine Stärkung der Wirtschaft in den Bergkantonen. Denn eine lebendige Hotellerie und Parahotellerie (Ferienwohnungen sind von der Initiative nicht betroffen) bringen mehr Einnahmen als kalte Betten, geschlossene Läden, Geisterstädte und verschandelte Bergtäler und tragen zu einer guten Auslastung der touristischen Infrastruktur bei.

Ja, in den Randregionen ebenso wie in bekannten Feriendestinationen werden Wohnungen und Eigenheime für Einheimische wieder erschwinglich. Sie müssen nicht mehr wegziehen, weil Wucher und preistreibende Spekulation mit Zweitwoh­nungen die Preise in für normale Bürger unerreichbare Höhen gejagt haben.

Ja, zur Stärkung der Ferienorte durch die Initiative. Dank weniger «kalten Betten» in nicht bewirtschafteten Zweitwohnungen und dafür mehr «warmen» Betten in der Hotellerie und Parahotellerie steigt die Zahl der Logiernächte. Das Leben kehrt zurück. Einheimische können wieder im eigenen Dorf leben.

Ja, endlich wird der Zersiedelung Einhalt geboten. Schluss mit überall wuchernden Siedlungen von leerstehenden, gesichtslosen Zweitwohnungen, die nur unnötig Boden und Energie fressen, die Täler verschandeln und die Einheimischen vertreiben. Schluss mit einem Quadratmeter Bodenverlust pro Sekunde.

Ja, mit der Zweitwohnungsinitiative wird unser wichtigstes Erbe und Kapital endlich wirksam geschützt: die Schönheit der Heimat. Zum Wohl aller Schweizer und ihrer Kinder. Wir können weiter in einem schönen Land leben und profitieren von Gästen aus dem In- und Ausland, die als Touristen diese Schönheiten geniessen.

Ja zum Schutz unserer Heimat vor der rücksichtslosen Verschandlung und dem Ausverkauf an Spekulanten. Unsere Heimat gehört uns, nicht den Immobilienhaien und Spekulanten. Ja zur Franz-Weber-Initiative.

Ja zur Initiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!»

Arena-Umfrage zeigt: Initiative weiter auf Kurs

"Soll der Anteil Zweitwohnungen auf maximal 20 Prozent pro Gemeinde beschränkt werden?" So lautete eine Online-Umfrage der TV-Sendung "Arena" von SF1. 338 Stimmen wurden in der mittlerweile beendeten Umfrage abgegeben. 60 Prozent in dieser nicht-repräsentativen Umfrage stimmten dabei im Sinne der Zweitwohnungsinitiative, 40 Prozent dagegen.

Damit wird das Umfrage-Ergebnis der vor zwei Wochen veröffentlichten repräsentativen SRG-Umfrage fast prozentgenau bestätigt: zurzeit befürwortet eine Mehrheit des Stimmvolkes die Initiative "Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen". Es ist mit einem knappen Resultat zu rechnen. Die Abstimmung in zwei Wochen wird sehr spannend. Jede Stimme zählt! Stimmen sie am 11 März JA zur Zweitwohnungsinitiative!

Das von der "Arena" auf der Webseite des Schweizer Fernsehens (SF1) publizierte Ergebnis finden Sie hier.

 

Zweitwohnungsbau: Es geht auch anders

Acht Prozent. Das ist die Zulassungsgrenze für neue Zweitwohnungen in Tirol. Konkret: das Raumordnungsgesetz des österreichischen Bundeslandes enthält ein Verbot der Schaffung neuer Zweitwohnsitze in Gemeinden mit über 8 Prozent Freizeitwohnsitzanteil. Die Gesetzgebung der erfolgreichen Touristik-Destination Tirol ist damit deutlich strenger als die Vorgaben der Zweitwohnungsinitiative, welche die Zulassungsgrenze bei 20 Prozent vorsieht. Behauptungen der Gegner, die Zweitwohnungsinitiative gehe zu weit, entbehren jeder Grundlage.

Die Initiativ-Gegner sind sich nicht zu schade, mit Unwahrheiten und aus der Luft gegriffenen Behauptungen gegen die Initiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“ anzukämpfen. Fehlen ihnen die wirklichen Argumente? Denn im Grundsatz geben sie den Initianten ja stets recht: das überbordende Verbauen unseres Landes muss eingedämmt werden. Unser östlicher Nachbar Österreich beweist, dass es in Sachen Umgang mit Zweitwohnungen auch ganz anders ganz gut geht.

Beachten Sie auch unseren Medienrohstoff zu diesem Thema.

Richtigstellung zu Falschmeldungen in Medien

In Berichtigung einer in diversen Medien zirkulierenden Falschmeldung betreffend die Initiative „Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen!“, informiert Helvetia Nostra, dass die Annahme der Initiative keinesfalls den Verkauf von Zweitwohnungen als Zweitwohnungen verbietet, auch nicht in jenen Gemeinden, die den Prozentsatz an Zweitwohnungen bereits überstiegen haben.

Im Klartext: Eine bestehende Zweitwohnung bleibt eine Zweitwohnung und kann als solche gekauft und weiter verkauft werden.

Das Ziel der Initiative ist und bleibt der uferlose Bau von WEITEREN Zweitwohnungen, die unsere schönsten Regionen überwuchern und die touristische Attraktivität unserer Landschaften zerstören.

Wir bedanken uns bei Herrn Constantin

Der FC Sion lief am Wochenende gegen YB mit der Werbung „Für einen konstruktiven Tourismus“ auf. Dies mit dem Segen der Liga-Bosse, die die Botschaft als nicht politisch taxierten.

Nicht politisch, aber was dann sonst?

Uns soll es egal sein, wir bedanken uns bei Herrn Constantin für das klare Bekenntnis. Unsere Initiative bremst den Bau von nicht bewirtschafteten Zweitwohnungen und stärkt damit Hotellerie und Parahotellerie (Ferienwohnungen, Herbergen, B&B, etc.); einen konstruktiven Tourismus eben. Schön, dass man das im Wallis beim FC Sion erkannt hat.